Semlor

Semlor sind nicht nur geschmacklich sehr attraktiv, sondern beinhalten auch ein sprachwissenschaftlich-etymologisches Schmankerl. Sie gehören nämlich zur Familie der „simila“-Backwerke (simila ist lateinisch und bedeutet feinstes Weizenmehl bzw. Gebäck aus demselben) – so wie auch die österreichische Semmel.

Dieses schwedische Pendant zur Semmel ist aber ein süßes Backwerk, das heutzutage gefüllt verzehrt wird, manchmal sogar in warmer Milch serviert.

Semlor werden typischerweise zur Fastenzeit verzehrt und entsprechen in dieser Funktion dem österreichischen Krapfen. Mittlerweile findet man sie von November bis Ostern im Angebot.

Gebacken sind die semlor sehr schnell, und bei der Fülle kann man durchaus kreativ sein:

Zutaten:
Semla basteln

Semla basteln (Foto: Gregor Tatschl)

Semla

Fertige Semla (Foto: Gregor Tatschl)

  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 3 dl Milch
  • 1 Sackerl Trockengerm
  • 1/2 TL Salz
  • 1 dl Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Hirschhornsalz
  • knapp 600 g Mehl
Füllung:
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • Schmolle (noch ein sprachliches Schmankerl! Schmolle ist das weiche Innere des Gebäcks, sprich die Brotkrume)
  • ca. 1 dl heiße Milch
  • 1 dl Zucker
  • Einen Schuß Rum
Zubereitung:
  • Germ, Mehl, Salz, Zucker und Hirschhornsalz vermischen
  • Milch, Butter und Ei versprudeln und einrühren
  • Teig in der Küchenmaschine ca. 5 min rühren
  • 30 min – 1 h zugedeckt gehen lassen
  • Teig durchkneten und ca. 20 Kugeln formen
  • Teigkugeln unter einem Geschirrtuch noch ca. 30 min gehen lassen
  • Mit einem versprudelten Ei einstreichen
  • Bei 250° Celsius ca. 8-10 min backen
  • Die erkalteten Kugeln in der Mitte auseinanderschneiden und einen Teil der Schmolle rauszupfen
  • Füllung zubereiten
  • Semlor füllen, Schlagobers drauf und zuklappen

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