Im August werden die Flusskrebse gefeiert!

slider_flusskrebsIch kann mich noch gut an meine erste kräftskiva (= Flusskrebsparty) erinnern. Frisch als Austauschstudentin in Stockholm angekommen, war ich bei meinem „Student Buddy“ Oscar zu einer kräftskiva eingeladen. Ohne Vorkenntnisse und mit der Aufgabe, selbst meine Krebse mitzubringen, startete ich also zum kräft-shopping. In den Hötorgshallen wurde ich rasch fündig: das kleine Detail, dass die Dinger „havskräftor“ (also Meereskrebse) hießen, hielt ich für vernachlässigbar. Sie waren allerdings so teuer, dass ich mir als arme Studentin bloß drei Stück leisten konnte.

Voller Vorfreude machte ich mich auf zu Oscar, meine drei Krebserl wohlverpackt im Kühlsackerl. Damit sorgte ich aber für größte Heiterkeit bei den anwesenden Gästen, und ich lernte meine erste Lektion der schwedischen Traditionen: havskräftor sind nicht Flusskrebse. Flusskrebse kaufen auch echte Schweden tiefgekühlt im Supermarkt (meist chinesischer oder türkischer Herkunft), denn die Krebspest hat den einheimischen Bestand weitgehend dahingerafft. Wie dem auch sei, geschmeckt haben die „falschen“ Krebse trotzdem, und damit ich auch satt wurde, haben die anderen Gäste großzügig mit mir geteilt…

webversjon_2560x1920px_dm31_kraftskivan_sDie Flusskrebse werden also in einen Dill-Salzwasser-Sud eingelegt und mit Knäckebrot, Erdäpfeln und Butter serviert. Dazu trinkt man snaps und Bier, und zwar in rauhen Mengen – denn die Tradition will es, dass man bei diesem Fest viel singt (zum Beispiel „Helan går“) und dazu pro Lied ein Stamperl kippt. Zum Schutz der Kleidung bekommt man ein Lätzchen, und damit es noch lustiger aussieht, einen passenden Partyhut.

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