Die Versuchung des Jansson (Janssons frestelse) – Teil 2: Rezept

So, Teil 1 ist erledigt – die richtigen Ansjovis sind im Kühlschrank. Zur Erinnerung: Anchovis sind nicht Ansjovis! Für Janssons frestelse muss es die schwedische Variante sein, und zwar Sprotten, die mit diversen Gewürzen eingelegt und leicht fermentiert sind.

Die Recherche zum Rezept hat keine großen Überraschungen mit sich gebracht. Manche Rezepte verlangen, dass man die Zwiebel vorher goldbraun röstet, andere empfehlen extra Butterflocken als Abschluss. Nur die Temperaturangaben unterscheiden sich teilweise beträchtlich: ein Spektrum von 175°C bis 225°C war zu finden.

Hier meine leicht abgeänderte Variante von Magnus Nilssons Rezept aus dem „Nordic Cookbook“:

Zutaten:

  • 420151123_182217_resized-6 speckige Erdäpfel (können ruhig große sein, sonst etwas mehr verwenden)
  • 2 Zwiebel, dünn geschnitten
  • 10 Ansjovis-Filets (Flüssigkeit aufheben, wird noch gebraucht!)
  • 1 1/2 Becher Schlagobers
  • Semmelbrösel

Zubereitung:

  • 20151123_183615_resizedErdäpfel in dünne Streifen schneiden
  • Möglich, aber nicht zwingend: Zwiebel leicht anrösten – ich hab sie nicht angeröstet, und der Geschmack war trotzdem nicht allzu zwiebellastig
  • Ansjovis in kleine Stücke schneiden
  • Alles mischen und in eine passende Auflaufform geben
  • Obers mit Ansjovis-Flüssigkeit mischen und in die Auflaufform gießen – ein paar Erdäpfel sollten noch sichtbar sein
  • 20151123_200652_resizedMit Semmelbröseln bedecken
  • Bei ca. 200°C eine gute Stunde im Backrohr backen, wenn’s 1 1/2 Stunden sind, macht es auch nichts…
  • Schmeckt heiß, warm und kalt!

In Schweden ist Janssons frestelse ein klassischer Bestandteil des Julbord; bei uns ist das Gericht schon im Standardrepertoire dabei, denn die Vorbereitungszeit ist kurz und backen tut sich’s dann alleine…

Tipp: Wer Ansjovis partout nicht ausstehen kann, möge sie durch Speckwürfel ersetzen. Das ändert zwar den Charakter des Gerichts, schmeckt aber auch gut!

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